Gedruckte Ausgabe

1534 n. Chr.

 

MARTIN LUTHER

Martin Luther wurde 1483 in Eisleben in Deutschland geboren. Später wurde er nach Mansfeld, Magdeburg und Eisenach zur Schule geschickt. Im Alter von 17 Jahren begann er an der Universität Erfurt zu studieren und legte das Examen zum Magister artium ab. Auf Wunsch seines Vaters schrieb er sich anschließend an der Juristenfakultät ein. Einige Monate danach führte ein geistliches Erlebnis dazu, dass er das Studium abbrach und dem Augustiner-Orden beitrat.

Reformation

Im Jahr 1507 wurde Luther zum Priester geweiht. Ein Jahr später begann er an der Universität in Wittenberg, Theologie zu unterrichten. 1512 wurde er zum Doctor Theologiae promoviert. In dieser Zeit gewannen die Worte "Buße" und "Gerechtigkeit" eine neue Bedeutung für ihn. Luther verstand, dass die Kirche die wichtigste Wahrheit aus den Augen verloren hatte - die Errettung durch Glauben. Aufgrund seiner neuen Überzeugungen stellte Luther 95 Thesen zur Diskussion, in denen er einige Lehren und Praktiken der Kirche kritisierte. Dieser Akt wird allgemein als Beginn der Reformationsbewegung betrachtet. Die Presse sorgte dafür, dass Luther im Laufe eines Monats in Deutschland und ganz Europa bekannt wurde.

Erklärung

Die damaligen Kirchenvertreter verlangten, dass Luther seine Erklärung zurücknahm. Mit diesem Ziel wurde er im Jahr 1521 auch zu einer Anhörung in den Reichstag zu Worms vorgeladen. Die Antwort, die er dort erteilte, wurde berühmt: "... mein Gewissen [ist] in den Worten Gottes gefangen, ich kann und will nichts widerrufen, weil es gefährlich und unmöglich ist, etwas gegen das Gewissen zu tun. Gott helfe mir. Amen." Das folgende Jahr verbrachte Luther auf der Wartburg, wo er an der deutschen Übersetzung des Neuen Testaments arbeitete. Die Übersetzung der hebräischen Schriften dauerte weitere Jahre. Die vollständige Fassung der deutschen Bibel konnte 1534 gedruckt werden. Martin Luther wird für immer als deutscher Bibelübersetzer und als Auslöser der Reformation in Erinnerung bleiben.

STATT BIBLIOGRAPHIE:

BSM, Wikipedia